Stippvisite in Koblenz

Die heutige Nachuntersuchung verlief ganz gut. Nachdem ich mir gestern den blauen Verband selbst entfernt hatte, weil ich das Jucken von dem Kleber nicht mehr aushielt, trage ich nun einen weißen Druckverband. Vorher wurde ich von drei Ärzten angeschaut. Der erste Arzt hat mir alle Klammern entfernt, was recht schmerzhaft war obwohl er meinte, das tue gar nicht weh und es hätte sich noch keiner beschwert. Ich musste den eifrigen Kollegen immer wieder ein bisschen bremsen, um zwischen den einzelnen Klammern wenigstens etwas Zeit zum Durchatmen zu haben.

Danach hat der Stationsoberarzt (?) meinen Kopf abgetastet. An manchen Stellen war das ebenfalls schmerzhaft, vor allem, weil sich oberhalb der Spule eine Blase mit Wundflüssigkeit gebildet hatte. Bei derartigen Ansammlungen besteht immer die Gefahr, dass sie sich entzünden und aus diesem Grund sollten sie besser entfernt werden. Durch eine Punktion, quasi absaugen mithilfe einer Spritze, lässt sich das zuverlässig beheben.

Der dritte Arzt kam dann für die Punktion. Dieser meinte, das wäre mitunter sehr unangenehm und aufgrund der vorherigen Erfahrung mit den Klammern, bereitete ich mich auf Schlimmeres vor. Da ich mich bei Schmerzen, beispielsweise beim Zahnarzt, mit Entspannung recht gut wegbeamen kann, machte ich es mir im Behandlungsstuhl so gut es ging gemütlich. Der Stich der Kanüle war jedoch erfreulich wenig schmerzhaft. Im Vergleich zu den Klammern ein Spaziergang.

Hoffentlich hält das Ohr 🙂

Anschließend wurde der Verband erneuert, der Erstanpassungstermin am 25.3. bestätigt und ich weiß nun auch, dass ich anschließend in der Kaiserberg Klinik in Bad Nauheim die Reha machen werde. Aber zunächst darf ich am Dienstag wieder in die HNO-Ambulanz nach Koblenz kommen.

Da ich wegen des Schwindels auch heute noch nicht Autofahren durfte, konnte ich mich glücklicherweise auf der Heimfahrt auf dem Beifahrersitz von den Strapazen erholen. Vielleicht werde ich beim nächsten Mal wenigstens meinen Druckverband endgültig los.

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